{"id":537,"date":"2019-03-27T11:20:13","date_gmt":"2019-03-27T10:20:13","guid":{"rendered":"http:\/\/kantilive.ch\/?p=537"},"modified":"2019-05-03T11:32:15","modified_gmt":"2019-05-03T09:32:15","slug":"sei-kein-komplize","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kantilive.ch\/index.php\/2019\/03\/27\/sei-kein-komplize\/","title":{"rendered":"Sei kein Komplize!"},"content":{"rendered":"<p>Beim Anschlag auf zwei Moscheen in Christchurch, Neuseeland, wurden letzte Woche 50 Menschen get\u00f6tet. Der rechtsextremistische Attent\u00e4ter streamte seine Tat dabei live auf Facebook. Das 17-min\u00fctige Video war weniger als eine Stunde im Netz. Jetzt hat es trotzdem auch Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der KSBG erreicht.<!--more--><\/p>\n<p>Laut Facebook hatte der Livestream des Christchurch Attentats nur ca. 200 Zuschauer. Dennoch verbreiteten sich Aufnahmen des Videos rasant. Allein innerhalb von 24 Stunden blockierte die Online-Plattform 1,5 Millionen Upload-Versuche des Videos. Darunter waren ver\u00e4nderte Ton- und Bilddateien.<\/p>\n<p>\u00abMit seinem Terrorakt wollte er viele Dinge erreichen, eines davon war der Bekanntheitsgrad\u00bb, sagte die neuseel\u00e4ndische Premierministerin Jacinda Ardern am Dienstag in ihrer Rede. Selbst wenn die grossen Internetkonzerne wie Facebook, Youtube und Twitter Millionen Uploads verhindern, sind sie trotzdem mit der ganzen Sachlage \u00fcberfordert. Die Bekanntheit des T\u00e4ters k\u00f6nnen sie nicht verhindern. Ausschnitte des Attentats sind um die Welt gegangen und wurden in den sozialen Medien geteilt, auch unter Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern der KSBG. \u00abkanti live\u00bb hat sich gefragt, wie man mit solch sensiblen Inhalten umgehen soll.<\/p>\n<p>Als Adam und Eva noch im Paradies lebten, gab es nur eine Regel: Kostet nicht von der verbotenen Frucht. Und wie zu erwarten war, assen sie von der Frucht. So steht es in der Bibel. Sollte man also empfehlen, das Video nicht zu sehen? Nein, denn genau das Gegenteil w\u00fcrde passieren. Die Nachfrage nach dem Video w\u00fcrde steigen.<\/p>\n<p>Viel wichtiger f\u00fcr den Umgang ist zu wissen, warum man ein solches Video \u00fcberhaupt produziert.<\/p>\n<p>Der australische T\u00e4ter ist ein \u00fcberzeugter Extremist. Kurz vor dem Anschlag machte in rechtsradikalen Foren ein 74-seitiges Schreiben des Terroristen die Runde. Darin bezeichnete er sich selbst als Rassisten und forderte den Genozid , um die \u00abweisse Rasse\u00bb vor dem \u00abaussterben\u00bb zu retten. Sicherlich ist eines der vielen Ziele des T\u00e4ters die Verbreitung seiner Ideologie. Einerseits sind Bilder wie in dem Video viel pr\u00e4gnanter als Worte, andererseits ist die Verbreitung eines Videos auf den sozialen Medien viel einfacher als die eines Manifests.<\/p>\n<p>Der T\u00e4ter, vor allem aber auch seine \u00dcberzeugung, gewinnt durch die weltweite Verbreitung an Bekanntheit. Wom\u00f6glich kann dies dazu f\u00fchren, dass weitere Menschen sich als Extremisten bekennen und der Neonaziszene anschliessen.<\/p>\n<p>Durch ein solches Video solidarisiert sich aber auch die Welt. Die Emp\u00f6rung eint die Menschen. Bisher wurden mehrere Millionen Franken f\u00fcr die Angeh\u00f6rigen der Opfer gesammelt. Die Menschen werden sensibler f\u00fcr solche Inhalte. Sicherlich wird eine Folge die strengere \u00dcberwachung der sozialen Medien sein. Sowohl die Polizei als auch die Anbieter werden neue Massnahmen ergreifen, um solche F\u00e4lle in Zukunft bereits fr\u00fchzeitig zu erkennen und zu verhindern.<\/p>\n<p>Solche Videos sensibilisieren die Gesellschaft. Das Weiterleiten ist aber verboten. Es handelt sich dabei um eine Straftat. Zudem kommt das Menschliche: Nicht jeder will dieses Video sehen, wenn \u00fcberhaupt besitzen. Jeder selbst sollte entscheiden, ob er es mit sich vereinbaren kann, diesen Livestream zu sehen. F\u00fcr diese Personen, die es nicht sehen wollen: Aufgepasst bei gewissen Medienberichten, welche immer noch Szenen aus dem Video senden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beim Anschlag auf zwei Moscheen in Christchurch, Neuseeland, wurden letzte Woche 50 Menschen get\u00f6tet. Der rechtsextremistische Attent\u00e4ter streamte seine Tat dabei live auf Facebook. 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